1. Sächsische Guggemusig „Meeraner Gnallschoddn `95“ e. V. – DAS ORIGINAL –

Meerane und seine Guggemusik

– Der ersten in den neuen Bundesländern –

Historisches über Guggemusik (auch Guggamoseg, Guggemusig, Guggä, Guggi, Katzenmusik, Lumpenkapellen u. ä.):Ist bestens bei Wikipedia beschrieben.

Alle haben aber eines gemeinsam, den Leuten Freude und Stimmung zu bringen, abschalten vom Alltag, sich nicht für jeden falschen Ton entschuldigen zu müssen und einmal auch für kurze Zeit „Der Star“ einer Riesenfete zu sein. Also warum Eulen nach Athen tragen?

Den ersten Guggevirus hatte sich Reinhard Scherzer (Tambourmajor) 1986 bei einem Besuch der Tante in Lörrach/Brombach kräftig eingesogen, als die Guggemuusig Oktave-Chratzer Brombach im Oktober zum „Schlossgrabenfest“aufspielten. Zur Wende 1989 kam der zweite „Gugge-Aufguss“ in Lörrach, jetzt wanderte der Virus unaufhaltsam in Richtung Nord-Osten, nach Meerane in Sachsen. Die Inkubationszeit bis zum Ausbruch des „Guggefiebers“ war nur noch eine Frage der Zeit (zu diesem Zeitpunkt übte Scherzer noch Tanzmusik aus – Zitat: Ich kann nur auf einer Hochzeit tanzen). Durch die Städtepartnerschaft zwischen Meerane und Lörrach und mit Hilfe der Meeraner Narren des MCV kamen die ersten Guggen zum Karneval nach Meerane. Jetzt stand die Frage: Warum sollen wir das im musikbegeisterten Meerane nicht auch zustande bringen? Die Tanzmusik hatte sich für „Reini“ in den „Nachwendewirren – erledigt“, also war der Weg frei zur Gugge. Die ersten Treffen waren noch mit zaghafter Beteiligung, bei der Wiederholung ging es schon besser. Dann der entscheidende Anruf beim Präsident des MCV: Sollen wir mal zum Fasching…? — Warum nicht…? Zehn „Laiengugger“ und der maskierte Bürgermeister als Gast standen im Februar 1995 in der Spielpause unserer Geburtshelfer, der „Gugge 53“ aus Lörrach, auf der Bühne des „Karlihauses“ in Meerane. Ein Aufruf im „Meeraner Blatt“ bewirkte, dass fast schon logisch im März 1995 die Vereinsgründung mit 22 Mitgliedern folgte. Resultat:Die Erste Gugge in den neuen Bundesländern war geboren.

______Name: 1. Sächsische Guggemusig „Meeraner Gnallschoddn `95“ e. V.

Aus Verballhornung von Knallschote (lustiger, verrückter Typ) und Schotte (für die in der Textilstadt Meerane gewebten Schottenstoffe) und das scheen breed uff sächsisch. Von da an konnte durch das Potential der „Großen Musikstadt Meerane“ (Blasorchester, Bands, Jazzgruppen, Posaunenchor und Gugge-Fans) stetig auf Zuwachs gebaut werden.Es folgen viele Auftritte in ganz Deutschland, ZDF, MDR, Lokal-TV, Rundfunk, Volks- und Vereinsfeste, Brauereien usw.

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Einige Höhepunkte:

1996 Fahrt nach Basel zum „Morgestraich“, Auftritt in der Region Lörrach, Einspielen der 1.CD „Leif is Leif“, Bauernreiten und 1.Thüringentag in Altenburg.

1997 Erste Teilnahme am Internationalen Gugge-Festival in Verona (Italien), dem noch Dank der guten Kontakte zu Bianca Trebbe von den „Engemer Schätterä Dätscher“viele folgten.

1998 Paris (Frankreich), Sechstagerennen in Leipzig, Tag der Sachsen in Hoyerswerda, dann (die Idee von Hans Ulrich Latzke) nach reichlich Vorbereitung und aufgefrischten familiärer Kontakten in Kanada, nach Toronto, Kitchener-Waterloo, Niagarafälle zum Oktoberfest, im Dezember Aufnahme der 2. CD (mit MC Ausklinkung) „BORN TO BE GUGGE“.

1999 Rom (Italien), Guggespektakel zur 825-Jahrfeier in Meerane, in Kirchenhausen bei der befreundeten Gugge „Kaputte 13“.

2000 Venedig/Verona (Italien), Lübeck und Engen (Bodensee), Tag der Sachsen in Zwickau, Weinfest in Bardolino am Gardasee

2001 in die Goldene Stadt Prag und zum zweiten Mal nach Kanada zum Oktoberfest.

2002 bei den Heide Guggis in Belgern zu ihrem „Guggaspektakel“, Jahresabschluss in Oberwiesenthal zum zünftigen Pistenspektakel.

2003 Malta (ältester europäischer Traditionskarneval), Neuwahl Vorstands Peter Räß zum Präsident, „1. Sächsisch-Bayerische Oktoberfest“ in der Stadthalle Zwickau.

2004 20. Jubiläum der „Guggemusik Kaputte 13“ in Kirchen-Hausen, Pressefest in Chemnitz, einige super Brauereifeste, das Flugplatzfest bei Jena und das internationale Guggefestival in Belgern, mit der nördlichsten Gugge, der „Gugge 2000“ aus England, Pressefest Chemnitz. Der Höhepunkt im Vereinsleben war am 18.September 2004, nach zehnmonatiger Umbauzeit, mit großer Unterstützung durch unseren Bürgermeister Prof. Dr. Lothar Ungerer, die Einweihung unseres „Guggehäusle“. Das „2. Sächsisch-Bayerische Oktoberfest“ in der Stadthalle Zwickau und das Bockbierfest in Plauen beschließen das Jahr.

2005 Medienfasching in Erfurt und dann das Highlight in unserem Jubiläumsjahr: – Die Jubiläumsveranstaltungen zum 10.Jubiläum am 11. und 12. März, unter dem Motto Es gnallschodded 10 Jahre Gelb – Schwarz in Meerane – wir laden uns Freunde ein“-, Pressefest in Chemnitz, Weinfest in Bardolino am Gardasee.

2006 Straßenfest in Lörrach.

2007 Wolfsberg/Klagenfurt (Österreich), ZDF im Fernsehgarten Mainz.

2008 VW Chemnitz – Familientag, 1.Thüringer Guggespektakel in Wechmar.

Der jährlich stattfindende traditionelle Meeraner Straßenfasching, mit vielen bekannten Karnevalsvereinen der Region sowie Narrenzünften und Cliquen aus dem alemannischen Raum um Lörrach, ist aus dem Vereinsleben ebenso wenig wie unser Lumpenball am Samstag nach Aschermittwoch als Saisonabschluss wegzudenken.

Um den Guggevirus am Leben zu erhalten, der sich in der Zwischenzeit sehr vermehrt hat und von den Gnallschoddn als „Viren – Mutterschiff“ in viele Ecken der Welt getragen wurde, ist die wichtigste Prämisse die wir uns alle gesetzt haben, die Potenzen auf die Jugend, den Nachwuchs zu übertragen, also den Staffelstab weiter zu reichen. Wer Lust und Liebe zur Guggemusik und zur Gaudi hat, sowie Teamfähigkeit besitzt, ist bei uns immer herzlich willkommen.

Unsere Spezialitäten: Musikgags, d. h. Blasmusik der anderen Art, für allerlei Anlässe. Geeignet als Top – Act – Einlage in Festzelten, bei Stadt- und Brauereifesten und bei Großveranstaltungen, also überall dort, wo man ausgelassen feiern will.

Repertoire: Alles was fetzt, vom Walzer bis Samba, vom Gassenhauer bis zum Rock, vom Schlager bis Jazz, selbst vor Klassikern wird nicht Halt gemacht und das alles dann —

Schräg mit Power aus der „Dampfhammerklasse“, bei viel…, viel…viel Spaß, …eben:

–GUGGEMUSIG–